Altspielerring

Der Begriff Altspieler hat prinzipiell mit dem Alter der Spielerinnen und Spieler gar nichts zu tun, sondern soll zum Ausdruck bringen, dass in diesem Ensemble hauptsächlich noch auf diatonischen Knopfgriff-Instrumenten gespielt wird. Aber das modernere chromatische Akkordeon setzt sich auch dort allmählich durch und ersetzt die älteren Knopfgriff-Instrumente.

Der Altspielerring besitzt eine wichtige Funktion im Verein: Bei Geburtstagen oder anderen kleineren Veranstaltungen, aber auch bei der traditionellen Winterunterhaltung im Januar sind die Altspieler zur Stelle und unterhalten mit gefälligen Melodien das geneigte Publikum.

Die Plochinger Altspieler waren bereits mehrere Male Gastgeber für die sogenannten „Knöpflestreffen“ in der Stadthalle in Plochingen und werden auch immer wieder von anderen Vereinen zu solchen Treffen eingeladen.

Ausflug des Altspielerrings nach Horb 2011

Im Juli reiste die Altspielergruppe der Harmonikafreunde Plochingen bei ihrem Jahresausflug mit der Bahn nach Horb zur Landesgartenschau.

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6. Harmonikanertreffen in Plochingen 2010

Zum 6. Mal fand in Plochingen das Harmonikanertreffen statt, bei dem sich rund 150 Spieler diatonischer Instrumente und 100 Gäste ein Stelldichein gaben.

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2019 - Eine Ära geht zu Ende

Die Winterunterhaltung 2019 startete mit Wehmut – es hieß Abschied nehmen vom Altspielerring.

Oliver Knapp fiel diese Aufgabe nicht leicht. Er beschrieb den Ursprung und die Geschichte dieses traditionellen Ensembles. 

1963 wurde die Musikgruppe von Willi Schalber, Otto Gonser, Kurt Nagel, Richard Hermann, Hermann Baum, Werner Knapp, Hanne Hartmann und Helmut Nußbaum gegründet.

Das Wort Altspielerring hat allerdings nichts mit dem Alter zu tun, denn damals waren die Gründer alle jung. Vielmehr ging es um die Musikart – man wollte bewährte Volkslieder und Märsche spielen. Diese Idee wurde zu einer Erfolgsgeschichte.

Aber die Menschen werden nicht jünger und die Anzahl der Altspieler hat sich stetig verringert, bis sie im vorigen Jahr akzeptieren mussten, nicht mehr spielfähig zu sein. Eine traurige Wahrheit, die leider nicht aufzuhalten war.

Vier Altspieler übernahmen aber nochmals mit Unterstützung von Kollegen aus dem Orchester den letzten Auftritt. Sie spielten eine Stunde lang, wie gewohnt, beste Unterhaltungsmusik. Das Publikum reagierte mit stürmischem Applaus.

Gerda Füess, Waltraud Zimpel, Ursel Staudenrauß und Werner Knapp wurden im Namen aller Altspielerkollegen geehrt.

Überdies erinnerte Oliver Knapp dankbar an die musikalischen Leiter: Hermann Baum leitete über Jahrzehnte hinweg die Gruppe und Hans Schmögner und Werner Hunt hatten diese Aufgabe zuletzt übernommen.

Ein besonderer Dank ging an Werner Knapp, der als Gründungsmitglied bis zum letzten Auftritt über 50 Jahre lang aktiv dabei war.

Somit ging eine Ära zu Ende, und ein wenig Traurigkeit und Wehmut verbreitete sich.